Kurzbeschreibung
Basierend auf wahren Ereignissen erzählt Edward Zwick (BLOOD DIAMOND, DER LETZTE SAMURAI) in seinem spannenden Film eine unglaubliche Geschichte um Familienbande, Ehre, Rache und Rettung. Daniel Craig, Liev Schreiber und Jamie Bell spielen drei jüdische Brüder, durch deren Überlebenskampf während des Zweiten Weltkrieges Hunderte andere Leben gerettet werden konnten: 1941. Osteuropäische Juden werden zu Tausenden ermordet. Die Bielski-Brüder suchen Zufluc… More >>


Peter Jank sagte
August 30 2009 @ 00:07
Um es schlicht zu sagen: Ein sehr sehr guter Film. Gefühlsvoll, ungeschminkt, schockierend, eiskalt, brutal, mitreißend, traurig, heiter … eben alles was ein guter Film braucht.
Wenn man den Film zu Ende gesehen hat, wünscht man sich ihn nochmal anzugucken, aber ohne, dass man ihn schonmal gesehen hat … sowas habe ich nur bei ganz wenigen Filmen. Durch diesen Film einen mehr!
Unbedingt ansehen!
Rating: 5 / 5
Störtebecker sagte
August 30 2009 @ 02:35
Man kann von einem Film wie diesem natürlich keine vollständige Aufarbeitung der Partisanenkriegsführung im 2. Weltkrieg erwarten aber ich finde das ganze dennoch gelungen.
Die Einleitung zeigt den damaligen Reichskanzler der Weimarer “Demokratie”, wie er in der für Ihn kennzeichnenden Art seine proletenhaften Aussagen ins Ohr einer entmündigten Bevölkerung brüllt die innerhalb der natzionalsozialistischen Führungskammerilla sowieso niemanden interessiert hat (Man darf ja schliesslich nicht vergessen das für den nationalsozialistischen Führungsapparat immer nur die Volksgemeinschaft und nicht das Individuum der Ansprechpartner war, so ungefähr wie Heutzutage der Wähler in der World Wide Community
).
Die Darstellung der Charaktere ist gelungen und der Film ergeht sich nicht zu sehr in der bildlichen Beschreibung von irgendwelchen belanglosen Grausahmkeiten (es war Krieg und Völkermord in einer nie dagewesenen Konzentration überall auf dem Planeten was soll man den da erwarten ?!?! Frag ich mal), sondern bleibt beim Thema eine kleine Gruppe von Juden zu begleiten die sich dafür entschlossen hat sich nicht einfach nur schlachten zu lassen. Was Heutzutage viele nicht ganz kapiert haben ist ja das man durchaus eine Wahl hatte (die hat man immer) sich eine Flinte zu schnappen und den Gegenschlag zu führen (mal mit mehr Erfolg und mal mit weniger, damals meistens mit weniger, wie das halt so ist wenn man zur schlecht ausgerüsteten Unterzahl gehört).
Sich Heutzutage lange Gedanken darüber zu machen wer jetzt schlimmer war ist an sich müßig, denn man muss ganz klar Sagen des der Führerbefehl zur sofortigen Erschiessung aller Partisanen schriftlich in der Welt war und den kann man auch Heute noch nachlesen,. wenn ich mir jetzt überlege das ich zu allem Überfluss auch noch religös jüdischer Partisane gewesen wäre dann hätte ich auch Unterschiedslos erst mal auf alles geschossen bis zur letzten Patrone nur um sicherzugehen. Diese Leute hatten ne verhältnismäßig schlechte Verhandlungsposition das muss man sich mal klarmachen !!!
Insgesamt fand ich den Film erfrischend weil er ein Thema abgehandelt hat das bisher kaum filmische Aufmerksahmkeit auf sich gezogen hat und ein gewisser Bildungswert ist ja auch enthalten.
Zumindest muss man den Machern schonmal dafür dankbar sein das Sie das unmögliche und irgendwo auch diskreminierende Bild des Opferjuden stellvertretend für alle die damals Wiederstand geleistet haben ins rechte Licht rückt.
Jetzt fehlt nur noch Teil 2 mit Wesley Snipes in der Rolle eines Afgahnischen Freiheitskämp,… äh ich meine Terroristen, der die herzerweichende Geschichte einer im Mittelalter steckengebliebenen Gruppe von Fundamentalisten erzählt welche heroisch von irgendwelchen Smartbombs und Chemischen Wolken der Koallition im Einsatz für den Weltfrieden im Gebirge massakriert werden.
Na ja ich bezweifle aber das das in Hollywood gut ankommt.
Fazit:
Unbedinngt mal ansehen !!
Rating: 4 / 5
Lothar Hitzges sagte
August 30 2009 @ 03:01
Während des Zweiten Weltkrieges fliehen die vier polnischen Brüder Bielski nach einem Massaker an ihren Eltern in den Wald. Zu ihnen stoßen weitere Flüchtlingen. Unterkunft und Versorgung werden zu einem logistischen Problem, dass mit der Zeit immer größer wird. Raubzüge zu den umliegenden Bauernhöfen werden notwendig. Scharmützel zwischen der örtlichen Polizei und dem deutschen Militär bleiben dabei nicht aus. Das Lager muss mehrfach gewechselt werden. Die internen Spannungen zwischen den Brüdern nehmen zu. Als die sowjetischen Partisanen sich zurückziehen, gehen die letzten Verbündeten verloren.
Deutsche Einheiten greifen nun das Waldlager in einer konzertierten Aktion an. Es bleibt nur die Flucht in die Sümpfe.
Die Geschichte wird spannend und einfühlsam berichtet. Die auf Tatsachen beruhenden Handlungen zeigen eine asketische Gemeinschaft, die im Wald fast eineinhalb Jahre unter schwierigsten Bedingungen überlebt. Regie und Schauspieler leisten gute Arbeit.
Rating: 4 / 5
N. Hellquivst sagte
August 30 2009 @ 04:40
“Defiance” erzählt die packende Geschichte um drei Brüder jüdischer Herkunft, die in Polen, zu Beginn des 2. Weltkrieges gegen die Nazis Widerstand leisten. Mehr und mehr jüdische Flüchtlinge gesellen sich, in Hoffnung auf Schutz und NAhrung, zu ihnen und gemeinsam versuchen sie in den Wäldern zu überleben. Doch MIsstrauen, Neid und Angst bringt die Gemeinschaft und auch die Beziehung der Brüder ins Wanken. Kurz und knapp zusammengefasst..ich weiss. Edward Zwick hat bei Defiance fast alles richtig gemacht. 3 überzeugende Hauptdarsteller, einen authentischen Look, und packende Bilder. Der FIlm leistet sich keinen wirklichen Hänger sondern nimmt sich die Zeit, um die Protagonisten und ihre Mitstreiter bei ihren Bemühungen ums Überleben näher vorzustellen.
)
Woran es dem FIlm allerdings mangelt ist wirkliche Tiefe. Zu oft werden die Characktere nur oberflächlich gestreift und auch der Pathos, der so oft in amerikanischen Kriegsfilmen, blitzt ab und zu, vor allem am Ende, durch. Dennoch: Ein guter Film (und eine sehr mäßige Rezension
Rating: 4 / 5
Mr. White sagte
August 30 2009 @ 07:07
Unbeugsam ist ein Kriegsfilm, den man aber auch als Anti-Kriegsfilm ansehen kann.
Regisseur und Produzent ist Edward Zwick. Zu den bekanntesten Werken an denen er beteiligt war gehören Legenden der Leidenschaft, Shakespeare in Love, Traffic, Last Samurai und Blood Diamond.
Unbeugsam beginnt mit dem ausdrucksstärksten Politiker, den Deutschland jemals hatte, Adolf Hitler. Der Zuschauer weiß sofort um welchen Zeitabschnitt es geht.
Die Handlung spielt in Ost-Polen, heute Weißrussland, wobei der Hauptdarsteller des Films wohl in die Zukunft blicken konnte. Denn er spricht schon über Weißrussland.
Die Deutschen sind gekommen um die jüdischgläubigen Menschen dieser Region zu deportieren und sie schlussendlich zu eliminieren. Viele haben ihre Liebsten verloren, so auch die Bielski Brüder. Doch anstatt in Trauer zu verfallen und sich ins Ghetto verschleppen zu lassen, entschließen sie sich um ihr Leben zu kämpfen. Ihr Rückzugsgebiet und ihren Kommandostand errichten sie in den Wäldern Polens. Nach und nach schließen sich immer mehr Menschen den vier Brüdern an und lassen sich von ihnen leiten.
Ihre Nahrung rauben sie von umliegenden Bauernhöfen. Nach einer Weile stoßen sie auf operierende russische Partisanen, mit denen sie sich verbünden. Mit der Zeit kommt es zum Konflikt zwischen zwei der Bielski Brüder.
Tuvia Bielski (Daniel Craig) ist eher der planende und vorsichtige Typ, der bei Frauen aber sehr schwach wird. Sein Bruder Zus (Liev Schreiber) das Gegenteil, forsch und aggressiv, für ihn ist Tuvia der falsche Anführer, zu schwächlich.
Es kommt zur Eskalation, bei der sich Tuvia durchsetzen kann. Zus entscheidet sich zu gehen und den russischen Partisanen anzuschließen.
Der Winter naht und viele haben Angst davor, wie sie ihn in den kalten Winternächten überleben sollen. Einige Menschen sterben an Infektionen. Auch Tuvia geht es von Tag zu Tag schlechter. Im Camp kommt es zum erneuten Aufstand, erneut kann sich Tuvia, wenn auch brachial, durchsetzen.
Als immer mehr Menschen erkranken fordert er die Russen auf, ihm Medizin zu geben, diese weigern sich, woraufhin sein Bruder Zus behilflich sein möchte, aus einem nahegelegenen Dorf welche zu besorgen. Dies gelingt auch, jedoch mit Verlusten.
Die Wege der Beiden trennen sich erneut. Ob sie nocheinmal zusammen finden, oder sie der Krieg erst nach dem Tod wieder einander zulässt, erfahren Sie im Film.
Als ich zu Anfang des Films Hitler gesehen habe, und anschließend wieder mal typisch hollywood-mäßig markante Deutsche habe ich mir schon meinen Teil gedacht.
Doch zum Glück ist es anders gekommen. Der Film versucht nicht wie viele andere dieses Genres den Deutschen als kaltblütiges Tier darzustellen, sondern besinnt sich darauf, den Überlebenskampf jüdischer Menschen zu vermitteln.
Wirklich gut gelungen ist hierbei die Darstellung der Konflikte die sich immer mal wieder aufbauen.
Außerdem sei zu erwähnen, dass der Film beweist, dass auch diese Juden nicht die Gutmenschen schlechthin sind bzw waren. Als ein Deutscher gefangen genommen werden kann, wird er auf widerwärtige Art und Weise seines Lebens beraubt.
Die Juden die nicht daran teilnehmen schauen zu. Nun, man kann argumentieren, dass sie Rache nehmen möchten, für die Menschen, die sie verloren haben, also eine Art ausgleichende Gerechtigkeit.
Man kann aber auch sagen, dass sie nicht besser sind. Und ob ein Einzelner für alles verantwortlich gemacht werden kann ist auch noch ein Frage wert.
Doch man muss sich in Geschichte schon ein wenig auskennen um diese Szene richtig deuten zu können.
Am Ende des Films habe ich mich gefragt wo die ganzen Greueltaten verblieben sind wofür die Partisanen bekannt waren. Denn egal wie abscheulich die hier beschriebene Tat ist, ist sie doch harmlos im Vergleich mit all den anderen.
Vor nichts hatten die deutschen Soldaten während des Ostfeldzugs im Zweiten Weltkrieg so eine Furcht wie vor den osteuropäischen Partisanen, ausgenommen die Wiking-Division, die nichts und niemanden fürchtete und eine Art Legende darstellt(e).
Krieg ist grausam, nichts neues, doch er wurde noch weitaus blutiger und brutaler durch die Partisanen, die damit anfingen ihre Opfer auf perverseste Art und Weise zu verstümmeln.
Dies hatte zur Folge, dass auch die Deutschen brutaler zu Werke gingen.
Nun, Krieg kennt keine Grenzen, traurig aber war, es geht darum zu gewinnen.
Es wäre realitätsnaher gewesen hätte der Regisseur von “Unbeugsam” diese Fakten mit einbezogen.
Hat er nicht, worauf es aus Polen heftige Kritik hagelte.
Denn am Anfang steht, dass dieser Film eine “wahre Geschichte” sei. Dies ist in der Tat nur die halbe Wahrheit.
Man hat hier Figuren zu Helden glorifizieren wollen, die keine waren. Sie sollen an der Ermordung von unzähligen polnischen Zivilisten beteiligt gewesen sein, und nicht unbedingt für den Kampf gegen die deutschen Invasoren bekannt gewesen sein, sondern für die räuberische Nahrungsbeschaffung. Es wird im Film teilweise dargestellt, doch die Art und Weise ist unpassend.
In Zeiten der Demokratie würde man diese widerstandsleistenden Brüder allgemein als totale Terroristen bezeichnen. Schon sehr interessant, wie so manche ihre Unterschiede festlegen.
Unbeugsam ist nicht unbedingt der fesselnste Film seiner Art, doch er weiß zu unterhalten. Die Darsteller agieren glaubhaft, und die Naturkulisse ist sehr ansprechend, natürlich nur für den Zuschauer. Ich kann ihn ohne Weiteres weiter empfehlen, obwohl er einen faden Beigeschmack hat.
Rating: 4 / 5