Slumdog Millionär


Glauben Sie an das Schicksal? Für Jamal Malik (Dev Patel)ist es der größte Tag seines bisherigen Lebens. Nur noch eine Frage trennt ihn vom 20-Millionen-Rupien-Hauptgewinn in Indiens TV-Show „Wer wird Millionär?“. Doch was in aller Welt hat ein mittelloser Youngster aus den Slums von Mumbai in dieser Sendung verloren? Und wie kommt es, dass er auf alle Fragen eine Antwort weiß?
Dabei geht es Jamal nicht um das Geld, sondern einzig und allein um die Liebe. Für ihn ist d… More >>

Slumdog Millionär

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5 Kommentare bisher »

  1.  

    Charlotte Konstanz sagte

    September 15 2009 @ 12:52

    Endlich mal ein Film, über den man noch lange nachdenken und diskutieren kann. Einfach empfehlenswert. Ich habe ihn damals mit meinem Englisch LK in Originalsprache im Kino gesehen und dieser Film fesselt von der ersten bis zur letzten Minute.

    Und wer auf ein Happy End steht, für den ist der Film genau das richtige!
    Rating: 5 / 5

  2.  

    Forced Film Freak sagte

    September 15 2009 @ 15:34

    Dieser Film hat mich wirklich berührt. Nicht nur die Geschichte ist genial. Das Cast, die Szenerien, die Handlungsstänge, die Nebenhandlungen, die Kamera…. alles in allem ist ein stimmiges und gutes “Stück Kino”. Nachdem ich von Sunshine komplett enttäuscht war bin ich froh diesen Film gesehen zu haben.
    Rating: 5 / 5

  3.  

    Kathie sagte

    September 15 2009 @ 15:36

    Ein Film über Brüderschaft, Rivalität, Armut, Freundschaft, Liebe und Schicksal. Keine Bollywood-Schnulze, sondern ein tragischer, wunderschöner, emotionaler, trauriger Film, der mich extremst berührt hat.
    Rating: 5 / 5

  4.  

    Paradon sagte

    September 15 2009 @ 17:13

    Habe vor 2 Tagen den Film im Kino gesehen und war begeistert. Die Geschichte ist mitreißend und die Schauspieler sind durch die Bank weg sympathisch und überzeugend. Kann den Film jedem weiter empfehlen, denn meiner Meinung nach hat er die 8 Oscars vollstens verdient.
    Rating: 5 / 5

  5.  

    Masihullah Nasr sagte

    September 15 2009 @ 17:44

    Wenn man sich die deutsche Fernsehlandschaft anschaut könnte man aus dem Zapp-Tourwagen nur noch kotzen. Es gibt so wenig interessantes, dass man sich ernsthaft anschauen könnte. Natürlich spielt der Geschmack eine Rolle, natürlich kann man sein Niveau herunterschrauben und Frauentausch gucken, sich von hirnlosen Realityklamauk berieseln lassen, das ist kein Problem. Aber ansonsten hat das deutsche Fernsehen einfach nichts zu bieten, von der zigsten Staffel Big Brother zu weiteren geklauten Shows, die einfach nicht fruchten wollen. Doch es gibt sie, die paar Shows, bei denen man zwar nicht sehnsüchtig auf die nächste Ausstrahlung wartet, aber sie ab und zu ernsthaft anschauen kann. Eine davon ist Wer wird Millionär. Es ist eine einfache Show, aber unterhaltsamer als viele andere. 15 Fragen, ein Kandidat, neuerdings bis zu vier Jokern, der schwierige Weg zur Million.

    Danny Boyle hat die Erfolgssendung zwar nicht in Deutschland aufgegriffen, aber in einem Land, dessen Filmwirtschaft man aus dem Westen mit hochgezogener Augenbraue hinterherschaut. So bunt, so viel Gesang, so viel Herzschmerz, das andere Hollywood ist einem etwas fremd. Der Einstieg in die andere Welt wird aber mit der Erfolgsshow Wer Wird Millionär erleichtert, denn auch in Bollywood-Indien wird dieses Spielchen gespielt. Es wird dort nicht nur als mögliche Chance an Geld zu kommen angesehen, sondern, um ein richtiges Leben zu führen oder gar zu beginnen, um aus den Slums zu kommen, nach dem amerikanischen Leitspruch from rags to riches; Der indische Traum sozusagen. Slumdog Millionaire befasst sich mit einem dieser Kandidaten: Jamal K. Malik (Dev Patel), ein Slumdog, der kurz vor der Millionenfrage steht und drauf und dran ist das ganze Spiel zu gewinnen. Doch er wird bezichtigt bei den Fragen betrogen zu haben, denn was kann ein Slumdog denn schon wissen? Im Polizeiverhör muss er darlegen, wie er zu seinem Wissen gelang. In Flashbacks erfährt man von Jamals früheren Lebensabschnitten und wie er zu dem heutigen Tag gekommen ist. Zu Anfang noch belächelt bekommt Jamals Geschichte tragische Akzente, viel Herzschmerz, Narben – psychisch wie physisch – und die Hoffnung doch noch alles zu erreichen, was er sich vorgenommen hat, für sich und für seine große Liebe Latika (Freida Pinto).

    Slumdog Millionaire ist – wie erwähnt – im Grunde genommen ein Traum, der Traum von Jamal, der ab und an einem Albtraum ähnelt, aber wie vorherzusehen in einem Happy End enden wird. Jamals Leben ist geprägt von ein paar Höhen und jeder Menge Tiefen, die ihm bei der Quizshow nun zum Erfolg verhelfen. Doch das Geld interessiert ihn eigentlich nicht. Er will Latikas Aufmerksamkeit erregen und sie von seinem Vorhaben überzeugen, denn diese lebt schon wieder in einer ganz anderen Welt als seine. Die Liebesgeschichte hat schon in Jamals Kindheitstagen begonnen und bekommt im letzten Drittel ihren nötigen Platz und wird bis zum Finale ein Wettlauf für Jamal, eine Sensation für die indischen Zuschauer, eine Erlösung der zuvor erleideten Qualen. Diese hat Jamal in seinem noch ziemlich jungen Leben genug erleiden müssen.

    Das ereignisvolle Leben des Jamal K. Malik wird hervorragend inszeniert, vom Kindesalter bishin zum jungen Erwachsenen. Es überzeugen besonders die jüngsten Darsteller in ihrer authentischen – weil echte Slumkinder – Art und stellen sogleich ein kleines Highlight des Films dar. Aber auch so sind die Wechsel zu den verschiedenen Altersstufen gelungen und sind mit passenden Darstellern besetzt worden. Wenn man sich den ältesten Jamal anschaut könnte man jedoch stutzig werden, vorausgesetzt man kennt die britische Jugendserie Skins, in der Dev Patel einen nicht minder bleibenden Eindruck hinterlässt, jedoch als notgeiler Teenager, angezogen als der diggste Styler in da House. Da kann er sich sehr glücklich schätzen, dass Danny Boyles Tochter Skins kannte und ihn für die Rolle vorschlug.

    Des Weiteren wird es mit kontrastreichen Farben und farbenfroher Musik im audiovisuellen Bereich wohl nichts zu bemängeln geben. Der achtfache Oscargewinner kann sich im Hinblick auf die Optik und den Soundtrack auf die Schulter klopfen. Er bringt gekonnt die bunten, knalligen Farben auf die Leinwand und verprüht auf auditiver Ebene den Flair von Bollywood noch ein Stück weiter. Die einfache Verfolgungsjagd der kleinen Slumkinder zu Beginn der Geschichte wird sogleich ein Spaß, bei dem jeder was zu lachen hat.

    Hier legt Danny Boyle nicht die große Moralkeule auf die Häupter der Zuschauer und lässt sie – fürs erste – nichts von den wahren Problemen in den Slums erhaschen. Natürlich wird einem aber klar was einem hier vorgeworfen wird und, man weiß, dass es in diesen Orten wohl nie so fröhlich zugehen würde. Es kommt darauf an, ob man hier eine realistischere Ansicht bevorzugt hätte oder sich von der Heiterkeit anstecken lässt und mitläuft.

    Boyle lässt aber auch den ignorantesten Zuschauer nicht in einer Traumwelt verbleiben, so nimmt er sich die Zeit ein bisschen von der Maschinerie, der Ausbeutung der Kinder auf den Straßen zu zeigen, beleuchtet auch die unschönen Seiten, die man keinem dieser Kinder wünscht, und zeigt die kriminellen Machenschaften auf, die sich in den Straßen abspielen. Dieser Teil wird im Zuge des Films in den Hintergrund gerückt, kann aber auch so noch genug Aufsehen erregen, erfüllt somit seine Aufgabe und macht dann schließlich wieder Platz für den Traum, den es weiter zu träumen gilt.

    Am Ende fragt man sich wohl wirklich, wie denn Jamal so viel Wissen erlangen konnte. Er hat tatsächlich viel erleben müssen, um genau da zu sein wo er nun steht, jedoch ist dieses Leben sehr konstruiert gewesen, maßgeschneidert auf die 15 Fragen im Spiel um die Millionen. Wenn man dem Film diese kleine Sache noch verzeihen kann wird man mit einem Lächeln dastehen sobald der Abspann beginnt. Slumdog Millionaire ist zwar wirklich ein konstruierter, sogar ein klischeebeladener, dafür aber ein schöner Traum.
    Rating: 4 / 5

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